Musical übers Leben und Überleben

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Musikschule Minden zeigt im Juni "Linie 1": Fixe Graffiti-Sprayer für die Requisite gesucht

Von Anja Peper

Minden (mt). "Linie 1" ist eine von Lokalkolorit geprägte kritische Liebeserklärung an Berlin. Die Musicalklasse der Mindener Musikschule wird das Stück im Juni aufführen. Die Proben laufen auf Hochtouren. Was noch fehlt, ist ein (oder auch mehrere) Graffiti-Sprayer für die Requisite.

Allerdings: Die Zeit drängt. Weil die Premiere für Freitag, 4. Juni, geplant ist, sollten sich Interessiere möglichst sofort bei der Musikschule melden.

Die Story des Musicals: Eine junge Ausreißerin aus der Provinz landet am Bahnhof Zoo, auf der Suche nach ihrem "Märchenprinzen", einem Berliner Rockmusiker. Sie bleibt auf der U-Bahn-Linie 1 hängen, dem "Orientexpress" nach Kreuzberg. Dort trifft sie mit ihrer Naivität auf jede Menge seltsamer Leute: Tussis, Ausgeflippte, Punks, Spießer, Penner, Säufer, Zuhälter - verkommene Typen und Überlebenskünstler mit großen und kleinen Problemen. Das Mädchen provoziert Kontakte, Reaktionen und Handlungen, die ohne sie nie geschehen würden . . .

Wer dahinter steckt: Linie 1 im Mindener Stadttheater ist die erte Produktion von "MusikXperience" unter der Direktion von Jürgen Morche. Mitwirkende sind die Musicalklasse der Musikschule Minden, die Rhytmus-Gruppe "Okra for Gumbo" sowie Regina Heese (Regie/ Choreographie), Pit Witt (Regie/ musikalische Leitung) und Karen Friedrich (Kostüme). Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein talentierter Graffiti-Sprayer, der Lust hat, ein "großstädtisches Ambiente" in die Requisite zu bringen. Das Material (Spraydosen etc.) sponsert die Musikschule, der Förderverein lässt ein kleines Honorar springen.

Wo wird gesprayt? Die drei Leinwände sind derzeit noch untergebracht in ehemals britischen Lagerhallen an der Grille 11. Dort sollte auch gesprayt werden. Die Leinwände haben jeweils eine Größe von 3,50 x 1,70 Meter. Weil die Premiere von Linie 1 schon am 4. Juni ist, sollte das Graffiti spätestens an dem Samstag vor Pfingsten (29. Mai) fertig sein.

Keine Schmierfinken, bitte: Weil es einen Unterschied gibt zwischen reinen "Schmierfinken" und Leuten, die wirklich gute Graffitis machen können, würde die Musikschule gerne einen Entwurf für die Requisite sehen. Die Skizze sollte auf einem DIN-A3-Blatt eingereicht werden. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, allerdings sollte der Schriftzug "Linie 1" auftauchen.

Vorname oder "Tag" reicht aus: Nicht jeder Sprayer will unbedingt selbst ins Rampenlicht. In diesem Fällen reicht es aus, den Vornamen bzw. sein "Tag" (Autogramm) zu hinterlassen.

Kontakt: Wer Spaß hat, die Requisite zu machen, kann sich bei Jürgen Morche in der Musikschule unter Telefon 2 19 95 melden. Oder eine E-Mail schreiben:

musikschuleminden.de

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11.05.2004
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